Poudlard-Bethel-Schule oder die Rückkehr von Harry Potter

Die Gegenwart der „Zeichen“ und „Wunder“ sind zentrale Elemente auf denen die Bewegungen aufgebaut sind. Somit betonen sie, dass diese Wunder „beweisen“, dass Gott sie durch die gesandten Zeichen befürwortet. In anderen Worten: das ist der Beweis durch das Wunder, oder das Zeichen, dass dies alles von Gott kommt.

Wir haben keine besonderen Probleme mit Wundern und Heilungen. Sie existierten und existieren heute noch und sind der Beweis, dass Gott in der Welt handelt. Was Probleme macht ist, dass wenn das Wunder von Gott kommt, ist es an Ihm zu entscheiden WANN und WO dies passieren soll. Wenn man den Menschen „Wunder lernen“ kann, wird das problematisch. Die „School Of Supernatural Ministry“ ist, in dieser Hinsicht, der Archetyp eines unzureichenden Verständnisses dessen was ein Wunder ist, denn man denkt, dass man die Wunder Gottes mit einer guten Ausbildung kontrollieren kann. Es scheint, dass hier ein Unterschied gemacht werden muss zwischen einem Gott der entscheidet, was Er wo und wann macht, und einer Schule des Übernatürlichen, die der Poudlard School von Harry Potter näher ist als einer biblischen Kenntnis der Wunder.

Andererseits, wenn Gott auf der ganzen Welt handelt, ist es doch erstaunlich, dass viele dieser „Zeichen“ mehr oder weniger vom selben Ort herkommen, und besonders von derselben Kirche. Von zwei Sachen eine, entweder sah Gott plötzlich seinen Eingriffskreis zusammenschrumpfen, oder die Zeichen sind keine Wunder. Ein ernsthafter Vorgang wäre, nicht zu behaupten dass ein Wunder stattgefunden hätte, weil gesagt wird, dass ein Wunder geschehen sei, sondern solche Wunder ernsthaft prüfen. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass die Katholische Kirche weit strengere und besser kontrollierte Verfahren aufgestellt hatte, um ihre Heilungen an Pilgerorten (Lourdes) zu bestätigen, Ärzte und aussenstehende Personen inbegriffen. Es wäre eine Freude zu sehen, wenn ein solches Vorfahren das die Wunder ernst nimmt, in Bethel eingesetzt würde.

Einfach ein Zeichen?

Was die „Zeichen“ anbelangt, schauen wir, um was es sich handelt, indem wir Bill Johnsons Beschreibungen selbst folgen: Leute lachen in unkontrollierter Weise, Goldstaub, Perlen oder Öl kommen anscheinend von nirgendswo her, Wind weht in einem geschlossenen Raum, Federn fallen während den Versammlungen, und da ist die berühmte „Wolke der Herrlichkeit“ die von der Decke her kommt.

Ohne diese „Zeichen“ und die dazu gegebenen Erklärungen eines nach dem anderen zu demolieren, beachten wir zuerst, dass keines davon biblisch ist, im Sinne, dass solche Zeichen nirgends in der Schrift zu finden sind. Das sollte uns in Frage stellen.

Die andere Frage wäre zu wissen, was deren Nützlichkeit ist. Wozu soll es wohl dienen, dies alles zu sehen, und was „beweist“ das im Grunde genommen?

Zum Beispiel, wenn während der Predigt meines Pastors, mein Nachbar von rechts anfängt, ein Mais pickendes Huhn nachzuahmen, und der von links sich am Vorhang meiner Kirche aufhängt indem er einen Schimpansen nachahmt. Das wäre zumindest verwirrend. Aber sollte ich daraus die Schlussfolgerung ziehen, dass die Gegenwart Gottes speziell gegenwärtig sei, weil ich feststelle, dass meine Nachbarn sich auf seltsame Weise verhalten? Was ist die Verbindung zwischen Gott und diesen „Zeichen“?

Noch störender ist, wenn die „Wolke der Herrlichkeit“ wirklich von Gott ist: während einer, diesem Thema gewidmeten Predigt erklärt Bill Johnson, dass sie da ist um zu zeigen dass „die Gegenwart Gottes das grösste Geschenk sei das wir haben“. Die „Wolke der Herrlichkeit“ ist also Synonyme der Gegenwart Gottes. Was auch sei, von da an bleibt zu erklären, weshalb in all den biblischen Stellen die von der Gegenwart Gottes sprechen, die davon betroffenen Menschen sich auf dem Boden befinden, und nicht wagen ihre Augen aufzuheben und sich der Grösse Gottes bewusst sind. Sagen, dass eine „Wolke“ Gott darstellt, heisst zu glauben, dass wenn Mose auf dem Sinai die Gelegenheit gehabt hätte, so hätte er sein Handy herausgenommen um die Szene zu filmen und hätte sich beeilt, mit dem brennenden Busch im Hintergrund ein Selfie zu machen. Er wäre so durch die Gegenwart Gottes nicht stärker interpelliert gewesen als das

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2 Juni 2016 admin News No Comments
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